Ich muss
gar nix

Selbstwirksamkeit leicht gemacht

By Anke sommerfeld

Guten Morgen, oh, ich muss aufstehen. Mist, schon so spät, ich muss auf Arbeit. Beeilung Kind, wir müssen zur Kita! Ach, ich muss später noch einkaufen und die Spülmaschine einräumen. Und überhaupt, ich muss endlich, endlich entspannter werden

Kommt dir bekannt vor?Was macht es mit dir? Anspannung in deinen Schultern und im Nacken erzeugen? Krause Fältchen auf der Stirn ziehen? Druck innen wie außen? Unruhige Stimmung? Erzeugt es Stress?

 

3 Tipps Gar nix zu Müssen

Überleg dir gern mal:

1. Was du so in deinem Alltag alles musst bzw. denkst zu müssen. Wähle die 5 Dinge, die dir spontan als Erstes einfallen und notiere sie dir, wenn du möchtest. 

2. Jetzt formulierst du die 5 Sätze so um, dass sie kein „müssen“ mehr enthalten.

3. Ersetze „Ich muss“ z.B. durch:

    • eine aktive Formulierung: Ich stehe auf.
    • „ich kann“: Ich kann auf Arbeit gehen. 
    • oder „darf“: Kind, wir dürfen zur Kita! 
    • ich will“: Ich will später noch einkaufen. 
    • „ich bin“: Lasse ich das ganze Müssen weg, bin ich um einiges entspannter.

Was du brauchst

Was es DIR Bringt

Fazit

Natürlich ersetzt eine andere Formulierung nicht die Aufgaben und Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt. Weniger Müssen und bewusstere Wortwahl legt den Fokus aber darauf, dass wir immer die Wahl haben, wie wir agieren. 

Probier’s doch mal für ein paar Tage aus und versuch dich „beim Müssen“ zu ertappen. 

Mein Favorit ist übrigens die aktive Formulierung. Lässt sich leicht umsetzen und nimmt für mich den meisten Druck raus. Und dass es bei uns wirkt, hat mir jüngst die Kindergärtnerin bestätigt. Die fragte Junior, ob er vor dem Waldspaziergang nochmal müsse und er entgegnete: „Müssen? Das sagen wir nicht. Ich geh einfach.“ Läuft also. 😉